KAMELTREKKING

Das Kameltrekking ist für Menschen geeignet, die aktive Ferien lieben und sich gerne in der freien Natur bewegen, die sich für das Leben der Nomaden und in der Karawane interessieren, sie authentisch erleben möchten und gerne mit anderen Menschen zusammen sind. Es braucht keine besondere Fitness dazu.

Die Tagesetappen dauern 2 bis max. 4 Stunden und die zurückgelegte Distanz beträgt 10 – 20 km pro Tag.
In Tunesien und Marokko spricht man Arabisch, die zweite Sprache ist Französisch.
Führer Messaoud aus Tunesien spricht Französisch, ein wenig Deutsch und Italienisch. Die Chameliers sprechen unterschiedlich gut Französisch.
Mohamed aus Marokko spricht Englisch und Französisch, seine Begleiter sprechen ebenfalls etwas Englisch oder Französisch.

MAROKKO

Das Trekking findet ganz im Süden Marokkos statt. Ausgangspunkt ist der Ort Mhamid, auch genannt das Tor zur Wüste. Von dort wandern wir durch den verlassenen Palmengarten und tauchen langsam in die Wüste ein. Die Wüste Marokkos ist von grossen Ebenen geprägt, die von verschiedenen, mächtigen Ergen und kleineren Dünen unterbrochen werden. Der Lauf des ausgetrockneten Flussbettes des Draa schlängelt sich durch die Wüste Richtung Westen. Im Norden und im Süden erstrecken sich Gebirgszüge.

Um die Wüste intensiv erleben zu können, beschränken wir die Teilnehmerzahl auf max. acht Personen.

TUNESIEN

Das Trekking findet in Südtunesien statt. Ausgangspunkt ist die Oase Douz. Südlich von Douz beginnt der Grand Erg Oriental, ein riesiges Sandmeer, das sich von Algerien über Tunesien bis nach Libyen hinein erstreckt. Sand, soweit das Auge reicht.

Unser Führer Messaoud begleitet uns mit seinen Chameliers sicher durch dieses Sandmeer. Seine langjährige Erfahrung und Vertrautheit mit der Wüste haben mich beeindruckt und dazu bewogen, mehrere Wüstenreisen mit ihm zu unternehmen. Die Touren werden von mir begleitet. Ich bin die Ansprechperson und Vermittlerin.

Ideale Reisezeit ist von Oktober bis April.

Tages- und Nachttemperaturen
Dezember und Januar: 15 – 25°C 0 – 10°C
November und Februar: 20 – 30°C 5 – 15°C
Oktober und März: 25 – 35°C 10 – 20°C

Die angegebenen Temperaturen sind Richtwerte. Es herrscht ein trockenes Klima. Die Luftfeuchtigkeit ist sehr gering und häufig weht ein leichter Wind, dadurch ist die gefühlte Temperatur niedriger. Auch in der Wüste kann das Wetter wechselhaft sein. Plötzlicher Wind oder auch gelegentlich Regen ist möglich.

Kamel / Dromedar

Das einhöckrige Dromedar ist das wichtigste Nutztier in Südtunesien. Es liefert Milch, Wolle, Fleisch und Leder und wird als Last- und Reittier gebraucht. Es kann Lasten zwischen 200 – 300 kg tragen. Es ist perfekt auf das Leben in der Wüste eingerichtet. Es kann bis zu 120 l Wasser auf einmal aufnehmen, das es im Gewebe seines Körpers verteilt und speichert. Mit diesem Vorrat kommt es bis zu einer Woche ohne Wasseraufnahme aus. Die Membranen an den Nasenlöchern nehmen nicht nur Feuchtigkeit beim Einatmen auf, sondern verhindern auch, dass beim Ausatmen Feuchtigkeit an die Luft abgegeben wird. Die Blut- und Körpertemperatur passt sich der Umgebungstemperatur an. Mit seinen breiten, gepolsterten Füssen kann es gut über den Sand laufen und seine langen Wimpern schützen die Augen vor fliegendem Sand. Bei unserem Trekking trägt das Dromedar sowohl Reiter als auch Gepäck und man sitzt auf ihm wie auf einem Pferd. Auf Wunsch wird ein Reitkamel zur Verfügung gestellt.

Essen, Trinken & Schlafen

Die Chameliers verwöhnen Dich mit landesüblichen Gerichten, welche sich auch für Vegetarier eignen. In Tunesien wird ausschliesslich auf dem Feuer gekocht. Das Holz wird von der Gruppe gesammelt.

In der marokkanischen Wüste ist das Holz sehr knapp, deshalb wird zeitweise mit Gas gekocht.

Am Morgen gibt es frisch gebackenes Fladenbrot, Streichkäse, Konfitüre, Tee und Kaffee. Wegen der Holzknappheit gibt es in Marokko nicht jeden Tag frisches Brot.

Am Mittag werden entweder ein Salat, eine Suppe mit frischem Fladenbrot oder ein Teigwareneintopf sowie Früchte und Tee serviert. Dies durch einen charmanten Chamelier.

Am Abend stehen in Tunesien Couscous, Teigwaren- oder Reiseintopfgerichte, manchmal mit Fleisch oder eine währschafte Suppe, Datteln und Tee auf dem Speisezettel.

In Marokko gibt es eine Tajine mit Fleisch und Gemüse. Zum Dessert gibt es Früchte.

Nach dem Essen wird immer ein starker Grüntee zubereitet.

Wasser
Unsere Karawane zieht mit gefüllten Kanistern los und füllt diese regelmässig an Brunnen wieder auf. Dieses Wasser wird abgekocht und zur Zubereitung von Tee und zum Kochen sowie für die Körperpflege verwendet. Zum Trinken gibt es stilles Mineralwasser aus Petflaschen.

Übernachten
Als Schlafgrundlage werden Matten gelegt, auf denen Du mit dem eigenen Schlafsack und mit vorhandenen Decken liegst. Die Beduinen schlafen unter dem freien Sternenhimmel und auch viele Teilnehmer suchen sich einen Platz im Freien. Auf Wunsch steht für eine oder zwei Personen auch ein Zweierzelt zur Verfügung.

Alkohol
In Tunesien und Marokko ist der Islam vorherrschend. Die Religion verbietet den Moslems den Genuss von Alkohol. In den touristischen Gebieten wird das Verbot nicht mehr strikte eingehalten, aber die Beduinen halten sich mehrheitlich daran. Bitte respektiere das, und verzichte auf allzu offensichtlichen Alkoholgenuss in Gegenwart von Einheimischen.